El Chaco:Paraguay und die Europäer
Sonderausstellung im Linden-Museum Stuttgart
2007


El Chaco – der Name entstammt der im Hochland Perus weit verbreiteten Indianersprache Quechua und bedeutet „Jagd“ – umfasst das nordwestliche Staatsgebiet Paraguays und Regionen in den angrenzenden Ländern Argentinien, Bolivien und Brasilien. Der Chaco ist oberflächlich gesehen eine wenig fruchtbare Dornbuschsteppe. Er war jedoch immer Durchgangszone, Handelsroute schon in vorspanischer Zeit für die Inka, die nach Federn aus dem Amazonasgebiet verlangten und dafür Silberschmuck boten. Der Chaco war später Durchgangszone für die spanischen Eroberer, die, vom La
Plata-Gebiet kommend, in Richtung Westen das „El Dorado“, das goldene Land, suchten.

Die Ausstellung referiert über die indigenen ethnischen Gruppen, die Besiedlungsversuche und Lebensweisen von Jesuiten und Mennoniten, den Reitervölkern des Chaco, den dortigen Konflikten und Kriegen und schließt mit einem Zustandsbericht der heutigen Situation.